Weinbar

Neue Gesichter an der Pfalzwein-Spitze

Deutscher Weinbaupräsident: Klaus Schneider
Klaus Schneider. (Foto: Pfalzwein)

Klaus Schneider aus Dirmstein ist neuer Vorsitzender der Gebietsweinwerbung Pfalzwein e. V.. Schneider, seit Kurzem auch Deutscher Weinbaupräsident, wurde in einer Vorstandssitzung einstimmig für drei Jahre gewählt. Ebenfalls einstimmig wurde Boris Kranz aus Ilbesheim zum Stellvertreter bestimmt. Schneider und Kranz lösen damit die bisherigen Vorsitzenden Edwin Schrank (1. Vorsitzender)  und die südpfälzische Landrätin Theresia Riedmaier (2. Vorsitzende) ab. Schrank und Riedmeier hatten – im Wechsel als 1. oder 2. Vorsitzende – die Geschicke der Pfälzer Weinwerbeorganisation seit 1999 gemeinsam gelenkt. Pfalzwein organisiert mit dem Slogan »Zum Wohl. Die Pfalz.« die Werbemaßnahmen für das Anbaugebiet Pfalz. (pwb)


The next generation Pfalz

Rühren für den Pfälzer Wein die Werbetrommel: die Generation Pfalz 2017/2018. (Foto: Pfalzwein)
Vertreter des Pfälzer Weins: die Generation Pfalz 2017/2018. (Foto: Pfalzwein)
Die 20 jungen Vorzeigebetriebe, die 2017/2018 die Pfalz und ihre Weine auf vielen Veranstaltungen der Weinwerbung außerhalb der Region repräsentieren werden, stehen fest. Eine sechsköpfige Jury unter dem Vorsitz von Sommelier Peer F. Holm verkostete mehr als 200 Weine, wobei jeder Betrieb bei der Bewerbung fünf Wein angestellt hatte. Der Querschnitt aller Wertungen bildete die Grundlage dafür, welche Betriebe sich zur „Generation Pfalz 2017/2018“ zusammenfinden.
Peer F. Holm lobte die durchgängig herausragende Qualität der Weine: „Die Winzer und Winzerinnen haben es uns wirklich schwer gemacht. Ich freue mich besonders, dass neben vielen bekannten Gesichtern auch acht neue Betriebe bei der diesjährigen Auswahl dabei sind“, lobte der Weinfachmann. Mit der Aktion will Pfalzwein mit Unterstützung von Deutscher Weinstraße/Mittelhaardt und Südlicher Weinstraße ein Projekt für alle Pfälzer Winzer schaffen. „Wir möchten die dynamische Entwicklung der Pfalz hervorheben und für das gesamte Weinbaugebiet und die geschützte Ursprungsbezeichnung Pfalz bundesweit werben“, erklärte Edwin Schrank, der Vorsitzende der Pfalzwein-Werbung, die Intention des Projekts. „Dabei helfen uns die jungen, kreativen Köpfe aus der Branche, die für die Zukunft des Pfälzer Weins stehen.“
Der Wettbewerb wurde 2017 zum dritten Mal ausgeschrieben. Mehr als 40 Pfälzer Weingüter und Winzergenossenschaften hatten sich um die Aufnahme in die „Generation Pfalz“ beworben. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf der Website der Pfalzwein-Werbung.  (pwb)

Das ist die Generation Pfalz 2017/2018:

Mathias Wolf, Weingut Wolf (Birkweiler);
Michael und Thomas Andres, Weingut Andres (Deidesheim);
Moritz Schneider, Jesuitenhof (Dirmstein);
Christian Bourdy, Weingut Bourdy (Edesheim);
Martin Lucas, Margaretenhof (Forst);
Philipp Lucas, Lucashof (Forst);
Nico Meyer, Stiftsweingut Meyer (Gleiszellen-Gleishorbach);
Dorothee und Karoline Gaul, Weingut Karl-Heinz Gaul (Grünstadt-Sausenheim);
Peter Klein, Weingut Klein (Hainfeld);
Dominik Becker, Weingut Karlheinz Becker (Heuchelheim-Klingen);
Thomas Zeter, Weingut Leonhard Zeter (Neustadt-Diedesfeld);
Christian Nett, Weingut Bergdolt-Reif & Nett (Neustadt-Duttweiler);
Gabriel und Simon Scheuermann, Weingut Scheuermann (Niederkirchen);
Jonas und Philipp Seckinger, Weingut Seckinger (Niederkirchen);
Lukas Reinhardt, Weingut Stefan Reinhardt (Niederkirchen);
Stefan Meyer, Weingut Stefan Meyer (Rhodt);
Andreas Grimm, Weingut Grimm (Schweigen-Rechtenbach);
Johannes Jülg, Weingut Jülg (Schweigen-Rechtenbach);
Georg Meier, Weingut Meier in Weyher;
Jürgen und Peter Graf, Weingut Graf von Weyher.

Kunstwerk für die schönste Weinsicht 2016

Die schönste Weinsicht der Pfalz 2016 liegt in Wachenheim.
Eine Metallstele markiert die schönste Weinsicht der Pfalz 2016 auf die Wachenheimer Wachtenburg. (Foto: Pfalzwein)

2016 wurde der Blick auf die Wachenheimer Wachtenburg über die Terrassen der Weinlage Wagenheber Schlossberg hinweg zur schönsten Weinsicht der Pfalz gekürt. Jetzt, im Mai 2017, wurde der Blick auch offiziell markiert: Nach längeren Überlegungen rund um ihren Standort wurde eine Stele, die der Mainzer Künstler Ulrich Schreiber gestaltet hat, im Odinstalweg am westlichen Ortsrand am Übergang zu den Weinbergen der Lage Altenburg aufgestellt. Die Stele ist drei Meter hoch, aus Metall und zeigt stilisierte Trauben. Enthüllt wurde sie von der Pfälzischen Weinkönigin Anastasia Kronauer und Weinprinzessin Katharina Weisbrodt. Aufgerufen zur Abstimmung hatten  das Deutsche Weininstitut (DWI) zusammen mit den Gebietsweinwerbungen in den deutschen Anbaugebieten, für die Pfalz die Pfalzweinwerbung. Beim ersten Wettbewerb 2012 war der Blick auf das Panorama rund um die Villa Ludwigshöhe von einem Plätzchen bei Roth zur schönsten Weinsicht der Pfalz gewählt worden. (pwb)


Junge Südpfalz: Christian Hartmann Gesamtsieger

Scheurebe von Christian Hartmann.
Bei den Bukettsorten ganz vorne: die Scheurebe von Christian Hartmann.

Christian Hartmann vom Weingut Hartmann aus Kirrweiler hat den Jungwinzer-Wettbewerb der „Jungen Südpfalz“ 2017 gewonnen. Er überzeugte die Jury, in der unter anderem Sommelière Natalie Lumpp saß, beispielsweise mit einer trocken ausgebauten Scheurebe. Diese belegte bei den Bukett-Sorten den Spitzenplatz. Überraschend – und für das Team des Pfälzer Weinblog erfreulich – hohe Bewertungen erhielt Hartmann auch für seinen Liter-Riesling, der bei uns bei der Präsentation der Siegerweine am Montagabend nachhaltig Eindruck hinterlassen hat.

In der „Königsdisziplin“ Riesling holte sich Jürgen Graf vom Weingut Graf von Weyher die Krone mit seinem ebenfalls tollen, vom Terroir geprägten Riesling „Kalkmergel“. In der Gesamtwertung landete Jürgen Graf auf dem zweiten Platz. Dritter im Gesamtklassement wurde Michael Kern vom Weingut Kern aus Böchingen. Michael Kern wusste vor allem mit seinem Weiß- und Grauburgunder zu gefallen, die in der jeweiligen Rubrik auf den zweiten Platz kamen. Den besten Weißburgunder hatte in den Augen der Jury Mathias Wolf vom Weingut Wolf aus Birkweiler aus der Vorzeigelage Kastanienbusch abgeliefert. „Die beste Zeit dieses Weins dürfte noch kommen“, mutmaßte Jury-Mitglied Paul Truszkowski.

Das dürfte für viele Wein gelten, die an diesem Abend präsentiert wurden und aus dem Jahrgang 2016 stammen – auch für den Chardonnay des Weinguts Dominik Becker aus Heuchelheim-Klingen, der bei den Chardonnays ganz vorne lag. Sehr gut gefallen hat mir auch der Grauburgunder von Marius Meyer vom Rhodter Weingut Meyer, der sich durch eine Fülle an Aromen und schöne Schmelzigkeit auszeichnet (Platz eins bei den Grauburgundern).
Fazit: Der Leitspruch „Die junge Südpfalz – da wächst was nach“ hat sich auch in diesem Jahr wieder bewahrheitet. Die Qualitätsdichte der angestellten Weine war sehr hoch und es gibt Jahr für Jahr viel zu entdecken in der Südpfalz, was nicht zuletzt der diesjährige Gesamtsieger zeigt – denn Christian Hartmann hatten bislang wohl kaum jemand auf der Rechnung. Was sich mit seinem Gesamtsieg bei der Jungen Südpfalz geändert haben dürfte… (pwb)

Weitere Einzel-Sieger: Christian Brendel, Oberhofen (Silvaner); Andreas Meyer, Heuchelheim-Klingen (Spätburgunder); Stefan Meyer, Rhodt, (Syrah in der Kategorie andere Rotweine).


Wein am Dom: Verkosten für Einsteiger mit Vielpfalz und dem Pfälzer Weinblog

Wein am Dom
Am Wochenende wird Speyer wieder zur Weinhauptstadt der Pfalz. (foto: pfalzwein)
Etwa 100 Weine von 170 Weingütern und Winzergenossenschaften: Am Samstag, 1. April, und Sonntag, 2. April, wird Speyer dank „Wein am Dom“ wieder zur Weinhauptstadt der Pfalz. Im vergangenen Jahr kamen 3500 Besucher zu der Weinmesse. Für die fünfte Ausgabe peilen die Veranstalter einen Besucherrekord an. Im Vergleich zu 2016 ist mit dem Friedrich-Spee-Haus ein weiterer Messeort hinzu gekommen – im Historischen Museum der Pfalz, im Alten Stadtsaal, im Historischen Ratssaal, im Kulturhof Flachsgasse und in der Galerie Kulturraum konnten bereits im vergangenen Jahr Weine aus der Pfalz verkostet werden.
Wein am Dom
Auch im Historischen Museum der Pfalz darf erneut verkostet werden. (foto: pfalzwein)

Für unsere Partner von Vielpfalz ist auch der Pfälzer Weinblog bei Wein am Dom 2017 engagiert: Vielpfalz bietet samstags um 13, 14 und 15 Uhr sowie sonntags um 11 und 13 Uhr im Kulturhof Flachsgasse am dortigen Stand einen Workshop für Wein-Einsteiger ein. Das Genuss-Magazin, das Anfang April seinen ersten Geburtstag feiert, hatte dieses Angebot bereits im Jahr 2016 gemacht und viele positive Rückmeldungen bekommen. Samstags leitet die Pfälzische Weinkönigin 2014/15 Laura Julier den kostenlosen Workshop, am Sonntag übernimmt das der Pfälzer Weinblog. Die Anzahl der Teilnehmer ist pro Workshop auf 12 begrenzt, Anmeldung per Mail ist bis Mittwoch, 29. März, unter info@vielpfalz.de möglich, so lange noch Plätze frei sind.

In dem etwa 15-minütigen Workshop mit dem Titel „Schauen – Schwenken – Riechen – Schmecken“ geht es um Grundlagen der Weinverkostung, mit denen die bei Wein am Dom präsentierten Weine noch intensiver genossen werden können. Laura und wir werden uns jedenfalls bemühen, eine kurzweilige Einführung in die spannende Welt der Weinverkostung zu geben. Weitere Informationen zum Workshop gibt es auf der Website von Vielpfalz. (pwb)

Info: „Wein am Dom“ ist am Samstag (1. April) von 13 bis 19 Uhr und am Sonntag (2. April) von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets gibt es an jedem der sechs Messeorte. Die Tageskarte kostet 25 Euro, die 2-Tages-Karte 39 Euro.

 

Traubenernte 2016: Zwischen Bangen und Begeisterung

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Mit der Qualität der Trauben des Jahrgangs 2016 sind die Winzer sehr zufrieden.

Qualität entsteht im Weinberg. Daher war 2016 vor allem wegen des sehr feuchten Frühjahrs und Frühsommers eine Herausforderung für die Weinmacher. Die Witterung bot einen idealen Nährboden für den falschen Mehltau (Peronospora), der zu mitunter großen Ertragseinbußen geführt hat. Die Qualität der Trauben wurde aber nicht in Mitleidenschaft gezogen. „Der großartige Spätsommer hat das Blatt gewendet. Das nasskalte Frühjahr und die erste Frühsommerhälfte hat uns VDP.Winzer wirklich gefordert. Nun sind wir versöhnt und haben Moste in den Kellern, die zu allen Hoffnungen Anlass geben.“ Mit diesen Worten wird Steffen Christmann, Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP), in einer Pressemitteilung des Verbands zitiert. Wir haben einfach mal ein paar Stimmen von Winzern aus verschiedenen deutschen Anbaugebieten zusammengestellt, die entweder aus Kundenbriefen oder der VDP-Mitteilung stammen.

Pfalz – Geduld wurde belohnt mit exzellenter Traubenqualität

„Es ist ein ganz außergewöhnlicher Jahrgang: denn wir haben bei der Lese mehr pausiert als geerntet! Der Grund war aber nicht, wie man schnell vermuten könnte, schlechtes Wetter, sondern die traumhafte Traubenqualität. Deshalb konnten wir mit unserer Erntemannschaft an manchen Tagen bis zu 2 Hektar ernten. Durch diese großen Fortschritte bei der Ernte mussten wir immer wieder pausieren um wieder die optimale Reife abzuwarten.“ Hansjörg Rebholz, VDP.Weingut Ökonomierat Rebholz (Siebeldingen)

Die Erntemenge ist deutlich geringer als üblich, der „falsche Mehltau“ hat einige Trauben vernichtet. Das schöne und ideale Wetter von August bis Mitte Oktober führte zu einem nahezu optimalen Reifeverlauf der Trauben. Es war lange sommerlich, sehr sonnig, warm und eben auch trocken. So konnten wir gesunde, aromatische Trauben mit sehr guten Öchslewerten ernten.
Weingut Steffen Zelt, Laumersheim/Pfalz

Rheinhessen – Klassischer Jahrgang mit eher niedrigen Alkoholgehalten

„Wir können uns auf einen klassischen Jahrgang 2016 freuen. Besonders die Rieslinge präsentieren sich bemerkenswert klar. Die 2016er Weine werden im Alkohol etwas niedriger ausfallen, aber dennoch auch Geschmacksdichte haben. Die trockene, sonnige Witterung und stets kalten Nächte bei der Reife werden in den Jungweinen tolle Ausprägungen zeigen.“
Philipp Wittmann, VDP.Weingut Wittmann (Westhofen)

Mosel – Ein Jahr der großen Herausforderungen mit geringen Erträgen

„Das Jahr der großen Herausforderungen! Frost, lange Regenphase, Hagel, Peronospora, Trockenperiode, Wildschweine und jetzt noch viele Vögel! Das Jahr hat uns vor Nichts verschont. Aber am Ende wird alles gut. Die ersten Rieslingmoste wurden mit 85° – 90° Oechsle und 8 – 9 g/l Säure geerntet: fruchtig, leicht, harmonisch – sie machen aber viel Arbeit bei der Selektion. Es ist der Klassiker: Wenn´s wenig gibt – gibt´s noch weniger!“ VDP.Weingut Reichsgraf von Kesselstatt (Morscheid)

Ahr – Einer der besten Spätburgunderjahrgänge der letzten 20 Jahre

„Der Jahrgang 2016 wird sicher zu den Besten der vergangenen 20 Jahre zählen. Kerngesunde und farbintensive Früh- und Spätburgunder durften wir in den vergangenen Wochen ernten. Trotz kritischer Momente im nassen Sommer hat uns das schöne August- und Septemberwetter einen sehr guten Rotweinjahrgang im Ahrtal beschert.“ Ludwig Kreuzberg, VDP.Weingut Kreuzberg (Dernau)

Baden – Mostgewichte allerorts im idealen Bereich

„Die Erträge liegen bei den Spitzengewächsen aus VDP.Grosser Lage und VDP.Erster Lage im Schnitt der letzten Jahre, die Mostgewichte sind allerorts im idealen Bereich. In den Weinbauregionen, wo Spätfröste auftraten, sind die Erntemengen vor allem bei den VDP.Gutsweinen und VDP.Ortsweinen leider etwas niedriger ausgefallen. Die Jungweine zeigen sich sehr fruchtbetont mit einer animierenden Frische und einer komplexen Struktur. Im Großen und Ganzen wurden die Winzer für ihre überdurchschnittlich intensive Arbeit im Weinberg über das ganze Jahr mit einem entspannten Ernteverlauf und einem herausragenden Weinjahrgang belohnt.“ Joachim Heger, VDP.Weingut Dr. Heger (Ihringen)

Rheingau – Alles irgendwie in der Balance

„Selten habe ich so vor einer Ernte gezittert wie in diesem Jahr. Eigentlich noch nie, ehrlich gesagt. Schuld waren das Wetter, der Regen und der falsche Mehltau. Wie sehr die Theorie oftmals von der Praxis entfernt ist, zeigt 2016 beeindruckend. Meine Angst war unbegründet. Wir haben zwar sehr wenig Pinot Noir geerntet, leider. Beim Riesling hingegen sieht es bisher gar nicht so schlimm aus, wie befürchtet. Alles ist irgendwie in der Balance – und das ist gut so. Die Moste schmecken prima. Die Säuren sind ziemlich niedrig. Das Ganze könnte also ein konsumentenfreundliches Riesling-Jahr geben.“ Dirk Würtz, VDP.Weingut Balthasar Ress (Hattenheim)

Nahe – Hoffen auf großartige Kabinette und feine Spätlesen

„Das Jahr 2016 ist an der Nahe ein Jahr der Wetterextreme. Ein milder Winter, Spätfrost Ende April, heftige Niederschläge mit Überschwemmungen Ende Mai, Trockenheit im August und vereinzelte Hagel-Ereignisse sorgten für unruhige Nächte. Glücklicherweise wendete sich das Blatt Anfang September zum Guten. Der sonnige September sorgte bei trockenem Wetter für eine gleichmäßige Reife der Trauben und beste Traubengesundheit. Die Wetter-Extreme hatten glücklicherweise nur zu Mengenverlusten geführt, während die qualitativen Voraussetzungen zu Beginn der Lese, um den 10. Oktober, bestens waren. Die relativ späte Lese bei kühlen Temperaturen tat ihr Übriges dazu, dass 2016 an der Nahe mit sehr feinen, eleganten Weinen zu rechnen ist. Bis zum 19. Oktober war die Weinlese sehr entspannt und häufig vom Abwarten geprägt. Die folgende regnerische Woche veranlasste häufig zu Lesepausen, nur um danach bei blauem Himmel und nun bester Aromareife mit Hochdruck weiter zu ernten. Das Gros der Lagenweine wurde Ende Oktober bis Anfang November geerntet. Um den 4. November wurde von den meisten Betrieben die Weinlese erfolgreich beendet. 2016 ist ein Jahr, das großartige Kabinette und feine Spätlesen erwarten lässt, ebenso wie sehr elegante trockene Gewächse. Die Erträge der VDP.Betriebe an der Nahe liegen alles in allem wahrscheinlich 10-20% unter dem Durchschnitt.“ (pwb) Frank Schönleber, VDP.Weingut Emrich-Schönleber (Monzingen)

Württemberg – Sehr ausgedehnte Ernte mit sehr guten Ergebnissen

„Die Weinlese 2016 in Württemberg hat qualitativ und quantitativ sehr gute Ergebnisse gebracht. Eine sehr ausgedehnte Ernte, die zumeist in der zweiten Septemberhälfte begonnen und nicht selten 6 bis 7 Wochen gedauert hat, wird uns in Erinnerung bleiben. Jeder Weinberg und jede Rebsorte konnte zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden. Das Wetter zur Reifezeit mit heißen Tagen und kühlen Nächten hat die Fruchtigkeit und den Charakter der Weine geprägt. Man darf auf den Jahrgang 2016 gespannt sein.“ Markus Drautz, VDP.Weingut Drautz-Able (Heilbronn)

Franken – Trotz Frost, Hagel und Dauerregen erstklassige Qualitäten

„Die witterungsbedingten Beeinträchtigungen waren dieses Jahr sehr vielseitig. Örtlich war im Frühjahr Frost angesagt, nach dem Austrieb im Raum Ochsenfurt-Würzburg setzte ein starker Hagelschlag die Reb-Entwicklung wieder auf Null. Bei den langanhaltenden sommerlichen Niederschlägen war in den Flusstälern des Maines starker Pilzdruck zu verzeichnen. Wenn man jedoch 2016 auf die speziellen Begebenheiten vor Ort mit Rebbau und Pflanzenschutz angemessen einging, konnten durchaus gute Qualitäten in ausreichender Menge erzeugt werden. Eine mehrmals gestaffelte Handlese bei den Spätsorten Silvaner und Riesling war geboten, so dass bis Mitte Oktober nicht nur die ganze Bandbreite von leichten, süffigen Guts- und Ortsweinen sowie gehaltvollen, reifen VDP.Ersten Lagen, sondern auch erstklassige Anwärter für das Grosse Gewächs und edelsüße Spezialitäten geerntet werden konnten.“ Johann Ruck, VDP.Weingut Johann Ruck (Iphofen) 

Mittelrhein – Niedrige Erträge bringen eine besondere Aromatik hervor

„Der Jahrgang 2016 ist geprägt von relativ geringen Erträgen. Im Durchschnitt haben die VDP.Winzer des Mittelrheins nur 30-40 hl pro Hektar geerntet. Mit dem, was wir geerntet haben, sind wir aber mehr als zufrieden. So konnten wir gesunde, goldgelbe Trauben lesen, und die Moste präsentieren sich mit einer schönen Aromatik und einer wunderbar eingebundenen Säure. “ Jochen Ratzenberger, VDP.Weingut Ratzenberger (Bacharach)

Sachsen /Saale-Unstrut – Freude über ideales Rotwein-Jahr

„Dank des sonnigen Septembers haben vor allem die Burgundersorten wie Grau- und Weißburgunder, Chardonnay sowie Spätburgunder profitiert. Insbesondere Rotweinfans dürfen sich auf hochwertige Tropfen freuen. Für Rotwein war es ein ideales Jahr, es ist alles sehr schön ausgereift und die Weine zeigen eine schön ausgeprägte, reife Frucht.“ (pwb) Dr. Georg Prinz zur Lippe, VDP.Weingut Proschwitz (Meißen)


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