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Solo für den Nebendarsteller
Wein: Dunkelfelder
Weingut: Kranz, Ilbesheim
Jahrgang: 2009
Alkoholgehalt: 13,5 % Vol.
Preis: 6,50 Euro (im Weinhandel)
Internet: www.weingut-kranz.de
Geschrieben von Kellermeister
Bei uns im Freundeskreis ist Wein ein beliebtes Gesprächsthema, wobei es unter unseren Freunden den einen oder anderen gibt, der sich besser mit dem Thema auskennen dürfte als ich. Jedenfalls endete kürzlich ein spontaner „Wettstreit“ im Name dropping zum Thema Südpfälzer Winzer irgendwann mit einem Achselzucken meinerseits. Hängen geblieben von dem Nachmittag ist aber eine Weinempfehlung, die mich zunächst nicht vom Stuhl gehauen hat: ein Dunkelfelder des Ilbesheimer Weinguts Kranz. Kranz? Immer gerne. Aber Dunkelfelder? Bislang war mir diese Rebsorte (eine Kreuzung aus Färbertraube und Madeleine Angevine oder Portugieser) vor allem als Nebendarstellerin in Cuvées präsent, nicht zuletzt wegen der kräftigen, dunklen Farbe. Aber gesondert ausgebaut ist der Dunkelfelder sogar in der Pfalz fast schon eine Rarität, und das, obwohl unsere Region neben Rheinhessen schon zu den „Hochburgen“ dieser doch eher seltenen Rebsorten gehört.
Das VdP-Weingut Kranz war mir bislang vor allem wegen der kraftvollen Rieslinge von der Kleinen Kalmit ein Begriff, aber auch der Sauvignon Blanc lohnt sich. Künftig wird der Kranz’sche Dunkelfelder den Rotweinbestand in unserem Weinkeller abrunden, denn der Wein hat mich mit einer guten Mischung aus Kraft und Harmonie überzeugt. Im Glas macht der Wein seinem Namen alle Ehre: ein tiefdunkles Rot. In der Nase dann frisches Leder, dunkle Beeren und etwas Kaffee. Im Mund dunkle Kirschen, Brombeeren, eine Prise Pfeffer sowie präsente, sehr gut eingebundene Tannine. Nur sehr dezente Säure. Zum Essen genossen, braucht der Wein Gegenspieler aus der Gewichtsklasse Wild oder Rind.
