Weintagebuch

Von Alexander Sperk Bei der Beurteilung von Weinen spielen viele Dinge eine Rolle, darunter auch Faktoren, die nicht unbedingt mit dem Wein selbst zu tun haben. Britische Psychologen haben beispielsweise herausgefunden, dass die Musik, die während des Weingenusses läuft, die Bewertung des Weins beeinflusst. Das gilt auch für die persönliche Stimmung, in der sich der Weintrinker gerade befindet. 

Von Alexander Sperk Anlassweine sind bei vielen Weinfreunden eher umstritten. Kaminwein? Gähn. Terrassenwein? Gähn. Reparaturwein? Na ja, gerade so. Auch bei uns auf dem Pfälzer Weinblog spielen solche Schubladen eigentlich keine große Rolle. Ausnahme: ein Wein zur Mandelblüte. Wir machen uns jedes Jahr ernsthaft Gedanken, was wir aufmachen, wenn sich die Alleen an der Weinstraße im Frühjahr rosa färben.

Daniel Aßmuth hat sich mit gradlinigen, kantigen Pfälzer Rieslingen eine hartnäckige Fangemeinde aufgebaut. Doch Daniel hat nicht nur eine Schwäche für Riesling: „Ich mag Out-Rebsorten. Natürlich wird beispielsweise ein Cabernet Sauvignon immer dichter und dunkler sein als ein Portugieser. Aber Portugieser hat eine eigene Stilistik – und mit einem Portugieser kriegst Du jedes Jahr einen guten Rotwein hin. Das will ich den Leuten zeigen.“ Bevor es so weit ist, muss[…]

Von Alexander Sperk Mehr als 1000 Weine von 167 Winzern und Genossenschaften, über 3700 Besucher, tolles Wetter in einer der schönsten Städte der Pfalz: Auch die fünfte Auflage von Wein am Dom in Speyer ließ kaum Wünsche offen. Aus kulinarischer Sicht stand die Rebsorte des Jahres in der Pfalz, der Weißburgunder, im Blickpunkt. Entsprechend war die Domstadt am ersten Aprilwochenende ein Dorado für Weißburgunder-Freunde: Viele Winzer hatten mindestens einen Pinot[…]

In der Pfalz blühen die Mandelbäume – das ist immer ein toller Anblick. Hier ein paar Impressionen von der Mandelblüte zwischen Wachenheim und Bad Dürkheim. Eine schöne Kulisse bietet der Flaggenturm, auch Kaffeemühlchen genannt, der über den Terrassen der Weinlage Fuchsmantel thront. Der Fuchsmantel gehört zu meinen Lieblingsweinlagen – wobei wir wieder beim Wein wären …

Von Alexander Sperk Fällt in der Pfalz der Name Zeter, dann kommt so manch einem sicher das idyllisch gelegene Lokal Zeter Berghaus ganz in der Nähe des Hambacher Schlosses mit einem traumhaften Blick in die Rheinebene in den Sinn. Die meisten Leute dürften aber vor allem an Wein denken – an die Weinagentur von Oliver Zeter zum Beispiel, die den Fachhandel mit Weinen aus aller Welt versorgt. Oder an die[…]

Von Alexander Sperk Unter dem Label WTF hat der Dürkheimer Winzer Daniel Aßmuth schon mehrere ungewöhnliche Weine auf die Flasche gebracht. Schon die Entstehung der Linie war kurios: ein Fass Rosé, der Weinfehler Brettanomyces (“Brett”), eine Praktikantin, die das Fass nach einer Probe mit den Buchstaben WTF (“What the fuck”) gekennzeichnet hat – so die Geschichte zum Label in Kurzform erzählt. “Brett”-Weine haben oft Noten, die an Pferdeschweiß, Teer oder nasses Fell[…]

Von Alexander Sperk Wer regelmäßig oder auch nur gelegentlich das Pfälzer Weinblog liest, dem wird wahrscheinlich aufgefallen sein, dass ich nicht der ganz große Schaumweintrinker bin. Geht es um Sekt, Champagner und Co. schreibt bei uns meistens der Mundschenk. Ist wahrscheinlich auch besser so. Aber zu bestimmten Anlässen greife ich auch zu einem Winzersekt, seltener Champagner. Und wenn das Getränk aus der Pfalz kommt und mein Fall ist, dann auch[…]

Von Alexander Sperk Die Einstiegsweine großer Weingüter haben oft ein Problem: Bei Proben stehen sie – logischerweise – am Anfang. Und werden dann übertrumpft von wesentlich extraktreicheren, kräftigeren Ersten Lagen oder gar Großen Gewächsen. Auch logischerweise. So landen dann – zumindest bei mir – oft vor allem Erste Lagen oder gar Große Gewächse im Kofferraum, weil sie den nachhaltigeren Eindruck hinterlassen haben. Auch ganz logisch. 

Von Alexander Sperk Gibt es eigentlich eine Altersbegrenzung nach unten für Weine, die auf dem Pfälzer Weinblog vorgestellt werden? So nach dem Motto: Frei ab zwei Jahren Reifezeit? Diese Frage stellt sich schon ab und zu. Kürzlich gerade wieder, als ich das Posting eines Facebook-Freunds gelesen hatte, in dem es um seinen Lieblingswein des Jahrgangs 2016 ging. Zufällig entdeckte ich genau diesen Wein ein paar Stunden beim Wocheneinkauf. Jugend hin,[…]

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