Sonntag, 6. November 2011

Was für harte Tage

Wein: Kallstadter Steinacker, Riesling trocken
Weingut: Brenneis-Koch, Leistadt
Jahrgang: 2009
Alkoholgehalt: 12,5 % Vol.
Preis: 5,80 Euro (ab Weingut)
Internet: www.brenneis-koch.de

Geschrieben von Kellermeister

Manche Weine hinterlassen schon beim ersten Schluck in der Probierstube einen bleibenden Eindruck: die einen, weil sie beispielsweise so harmonisch und filigran sind, andere, weil sie Ecken und Kanten haben, an die man sich erinnert. Von beiden Typen gibt es unter den Pfälzer Rieslingen reichlich. In die Rubrik Ecken und Kanten fällt der Kabinetts-Riesling „Kallstadter Steinacker“ vom Leistadter Weingut Brenneis-Koch, von dem hier schon häufiger die Rede war.

Schon nach dem ersten Probierschlückchen wusste ich, dass der Wein mich reizt, obwohl er bei weitem nicht so filigran daherkommt wie so mancher Riesling aus Forst oder Deidesheim. Aber alles zu seiner Zeit, und dieser Wein ist etwas für harte Tage. Aber er hat eben auch Biss, wie es auf der Preisliste des Weinguts heißt. Was das konkret bedeutet? Stattliche Säure, schon beim ersten Schluck starke Anklänge von gelbem, nicht allzu reifem Steinobst, Zitrus und Quitte. Im ersten Moment wirkt er vielleicht etwas sperrig, dann aber löst er den Drang aus, nachzuschenken. Dennoch ist er zu schade zum Zechen.

Die Lage, aus der der Riesling stammt, grenzt an den deutlich bekannteren Kallstadter Saumagen. Wie der Name schon andeutet, ist der Boden des Kallstadter Steinackers durchmischt mit kleinem Steingeröll, das die Erde luftig hält und die Wärme speichert. In derselben Lage steht übrigens auch die Nebbiolo-Anlage Weinguts Brenneis-Koch, die diese freilich besonders gut gebrauchen kann.

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