Mittwoch, 2. Mai 2012

Kontrastprogramm zum Riesling

Wein: Viognier
Weingut: Krebs, Freinsheim
Jahrgang: 2010
Alkoholgehalt: 13 % Vol.
Preis: 9,80 Euro (ab Weingut)
Internet: www.weingut-krebs.eu

Geschrieben von Kellermeister

Der Viognier ist eigentlich an der Rhone beheimatet.

Vor einiger Zeit widmeten sich die Kollegen des Weinblogs drunkenmonday der Frage, was so alles in der Pfalz wächst. Neben einem Tempranillo des Südpfälzer Weinguts Leiner und dem Grünen Veltliner von Lukas Krauß beschäftigte sich der Artikel mit dem Viognier Philipp Kuhns. Auch wenn Puristen es anders sehen mögen: Ich finde die Experimentierfreude der Pfälzer Winzer gut, auch wenn klar ist, dass Tempranillo, Veltliner, Viognier und Co. nicht mehr als Ergänzung und Abrundung des Angebots sein können. In der Pfalz werden auf absehbare Zeit die traditionellen Rebsorten, allen voran der Riesling, aber auch Portugieser, Dornfelder und die Burgundersorten den Ton angeben. Und das ist auch richtig so.

Aber zurück zum Viognier: Diese Rebsorte, die ursprünglich vor allem an der Rhone kultiviert wurde, jetzt aber auch in Übersee (Kalifornien, Südafrika, Australien) verstärkt angebaut wird, scheint auch auf hiesige Winzer einen gewissen Reiz auszuüben. Denn neben Philipp Kuhn haben das Leistadter Weingut Brenneis-Koch und das Freinsheimer Weingut Krebs einige Viognier-Reben. Den Viognier von Brenneis-Koch habe ich vergangenes Jahr auf dem Dürkheimer Wurstmarkt als Kontrastprogramm zum Riesling probiert, vom Viognier des Weinguts Krebs liegen ein paar Flaschen auf Vorrat im Keller, von denen ich rechtzeitig zum Frühsommer eine geöffnet habe. Sortentypisch an dem Wein ist der für einen Weißwein mit 13 % Vol. vergleichsweise stattliche Alkoholgehalt. Damit liegt der Alkoholgehalt des Krebs-Viogniers beispielsweise höher als der des Aßmuth-Rotweins „Krieger“ – ein Portugieser -, den ich zur selben Zeit offen hatte. Geschmacklich hat mich der Viognier ein bisschen an eine Blumenwiese erinnert, vor allem aber an viel Aprikose und etwas Orangenmarmelade. Fazit: Etwas für Frühling oder Sommer und eine interessante Alternative zum Sauvignon Blanc, der Scheurebe oder dem Muskateller. (Foto: Wikipedia)

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